Gefäßverschlüsse vorbeugen und behandeln
Die Beinvenenthrombose ist eine Erkrankung, bei der sich in den tiefen Venen des Beins ein Blutgerinnsel bildet, was zu einer Blockade des Blutflusses führen und das Risiko für eine Lungenembolie erhöhen kann. Bei einer Lungenembolie löst sich ein Blutgerinnsel von der Vene und wandert in die Lunge, wo es die Blutgefäße blockieren kann. Meist entsteht eine Beinvenenthrombose, wenn der Blutfluss in den Venen gestört ist – etwa durch langes Sitzen oder Liegen, das Vorhandensein von Krampfadern, hormonelle Veränderungen, Rauchen oder bestimmte Vorerkrankungen. Auch eine familiäre Veranlagung für Gerinnungsstörungen kann das Risiko erhöhen.
Beinvenenthrombosen diagnostizieren wir in unserer kardiologischen Praxis in Berlin anhand einer ausführlichen Anamnese und einer gründlichen Untersuchung. Oft äußert sich eine Beinvenenthrombose durch eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit an der Wade oder Schwellungen im betroffenen Bereich. Mit Hilfe modernster diagnostischer Verfahren wie einer Duplexsonographie oder einem Gefäßdoppler können wir Thrombosen präzise feststellen. In einigen Fällen kommt auch ein MRT zum Einsatz, um die Diagnose zu bestätigen und die Ausdehnung der Thrombose zu beurteilen.
Die Behandlung einer Beinvenenthrombose erfolgt in erster Linie medikamentös. Blutverdünner können das Wachstum des Gerinnsels verhindern und minimieren das Risiko, dass es sich löst und zu einer Lungenembolie führt. Auch medizinische Kompressionsstrümpfe können unterstützend wirken, indem sie gleichmäßig Druck auf die Beine ausüben und so Schwellungen reduzieren. In seltenen Fällen wird bei einer Beinvenenthrombose auch eine operative Behandlung in Betracht gezogen.
